__________ Vom inneren Druck zum befreienden Erleben der Liebe Gottes
Immer wenn mir Jesus Gleichnis von den Dienern einfiel, die von ihrem Herrn unterschiedlich viel Talente anvertraut bekommen hatten (Mth 25,14ff), empfand ich Druck und ich überlegte, wie denn ich mit den mir gegebenen Talenten umgegangen bin, bzw. damit umgehe. Habe ich mein Potential ausgeschöpft? Hätte ich vielleicht noch studieren oder wenigstens eine andere Ausbildung machen sollen? oder…?
Als ich diese Geschichte dann mal im größeren Kontext las, entdeckte ich, dass Jesus sie im Zusammenhang mit seinen Wiederkunftsreden erzählt hatte und dass sie mich im Hinblick darauf ermuntern will, ein guter Haushalter zu sein für die mir gemachten Geschenke.
Dazu gehören die Heilsgaben wie mein Glaube, meine Heilserfahrungen… Sie wachsen, wenn ich davon erzähle, ich andere daran teilhaben lasse.
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ICH BIN WICHTIG
Wenn ich kein guter Haushalter bin ...
Der Mensch besteht aus Leib, Seele und Geist. Dies ist im übertragenen Sinn unser Haus. Leib - Seele- Geist. In der christlichen Zeitschrift Aufatmen stehen in der neuen Ausgabe Lebensberichte von Christen zu lesen, die sich im Glauben für andere Menschen investiert haben. Sie haben über ihre Kräfte gelebt und ihr eigenes Haus vernachlässigt. Was dies für Konsequenzen für sie hatte, ist erschreckend.
Gerade bin ich dabei, unseren Keller zu entrümpeln. Hier muss ich feststellen, daß unser Haus vernachlässigt ist. In den vielen Jahren Ehe, Familie und Mühlrad habe ich wenig nach mir und unserem Haus geschaut. Ich bin ein kreativer Mensch und habe mich viel in dem Bereich Kinder (Spiel, Basteln, ...) investiert.
Im Keller findet sich nun neben allem Anderen auch viel kreatives Material: Farben,

__________ EIN "MANN IM HAUSHALT" Es war abzusehen, aber nun ist es Realität geworden – auch ich schreibe einen Beitrag zum Freundesbrief. Bisher hat es immer Brigitte (sehr gut) gemacht, aber nachdem das Thema klar war, waren sich Brigitte und ich einig, dass ich diesmal schreiben werde. Der Grund ist sehr einfach: ich bin Teilzeit-Hausmann und geradezu prädestiniert über das Thema „Haushalten“ zu schreiben. Da ich nur 80% arbeite, ist Freitags mein Hausarbeitstag, also Waschen, Putzen und Bügeln. Wie bei allen Arbeiten gibt es welche, die ich gerne mache und welche die ich sehr sehr sehr ungern mache. Manche können es vielleicht nicht glauben, aber ich bügle gerne, während Dusche putzen mir ein Graus ist. Aber ich kann es mir nicht aussuchen. Es muss eben gemacht werden!
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Auch die Zeit hat Gott mir gegeben. Wie und mit was fülle ich sie aus?
Mein ganzer Besitz gehört ihm, nicht nur mein Zehnter. Wie gehe ich damit um und auch mit der Natur die mich ernährt und erfreut?
Gott hat mein Leben durch die Begabungen, mit denen er mich gesegnet hat, unverwechselbar gemacht. Sie können sich verändern im Laufe meines Lebens. So überwog in meiner Jugend die vorwärts drängende Hoffnung, danach die Beständigkeit im Schaffen und je älter ich werde, um so mehr darf ich andere ermutigen.
Wenn ich mir das alles anschaue, dann überwältigt mich die Freude über das Geschenkte, das wächst, je mehr ich es mit andern teile oder davon austeile. Ich staune über Gottes Liebe. Er will mich beschenken, nicht mit mir rechten. Er freut sich wenn ich (und durch mich dann auch andere) in der Beziehung zu ihm wachse.
Irmi Ludewig
Speckstein, Pappe mit Quizaufgaben, Eselsburger Olympiade, Clownnasen, Haarperücken aus Lamahaar, Mönchskutten aus Müllsäcken, Steine aus der Donau, Dosen.......Für mich ist dies ein Sinnbild. So chaotisch wie in diesem Keller sieht es bei mir oft innerlich aus. Äusserliche Ordnung ist wohltuend – innerliche Ordnung auch.
Ich bin dabei, auch innerlich aufzuräumen. Was ich gut kann - in der Arbeit mit Kindern, im Bereich Kreativität, das weiss ich. Über das habe ich mich im Mühlrad definiert. Wer hinter diesen Gaben als Person noch steckt, suche ich beim Aufräumen. Dabei hilft mir eine christlich-therapeutische Gesprächsbegleitung.
Wer bin ich, wenn ich mich nicht über das Tun definiere. Im Glauben ist die Antwort: „Eine von Gott geliebte und wertgeschätzte Frau“. Dies zu verinnerlichen ist mein Weg.
Ulrike Häußler

Das alles geht natürlich nicht ohne Rückschläge ab. So wurde aus Brigittes neuem Oberteil nach dem ersten Bügeln ein Aspirant für Bethel (sprich es kam in den Altkleidersack).
Auch kann es unter Umständen unterschiedliche Auffassungen über Schmutz geben. Während ich denke „naja, geht noch“ kann es bei Brigitte als gefühlter (oder gar echter) Schmutz identifiziert werden.
Es ist für mich eine Herausforderung dies als meinen Platz zu sehen und mein Bestes zu geben. Da bin ich hingestellt – ob ich will oder nicht. Es ist aber ein gutes Gefühl zu sehen, wie Sachen wieder sauber sind. Oder wer hätte gedacht, dass ich die Gabe des Bügelns besitze? Ich auf alle Fälle nicht!
Wilfried Combosch
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